Verringert zunehmende digitale Kommunikation die sozialen Bindungen von Menschen? Zu dieser Frage widmen sich immer wieder Artikel von Zeitschriften oder Blogs. Die Neon hat vor einiger Zeit etwas dazu geschrieben, ebenso wie der Spiegel. Das kommunizieren im Netz ist schnell, unkompliziert und vor allem ziemlich zeitlos. Genau wie mit dem Handy per SMS kann ich – wann ich möchte – Botschaften mitteilen, ohne auf die Anwesenheit einer Person angewiesen zu sein. Es ist vor allem auch eins: praktisch. Wird das ständige surfen auf Profilen bei studivz, facebook etc. allerdings zur Gewohnheit, kann daraus schnell eine Sucht entstehen. Und das hat eben manchmal zur Folge, dass man sich von der Realwelt isoliert. Viele Menschen fürchten eine derartige Isolierung und die Folgen. Sie kehren dem Netz den Rücken zu. Der Zukunftsforscher Matthias Horx glaubt, dass ein Großteil der Menschen allmählich auf digitale Kommunikation verzichtet, um mehr Lebensqualität zu haben.
Ich bin der Meinung, dass wir gerade in einer Phase sind, wo digitale Kommunikation eine ganz wesentliche Rolle spielt, und es erwarten uns sicherlich noch einige Überraschungen. Darauf verzichten sollte man keineswegs. Man muss nur einen – sicherlich nicht immer so einfachen – Spagat schaffen. Das heißt soziale Kontakte online, aber auch offline. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.

